Sonnen- und Korallenschutz – eine echte Herausforderung?

Die Sonne hat nicht nur positive Einflüsse auf den menschlichen Organismus, z.B. die Vitamin-D-Synthese, sondern auch negative Auswirkungen auf die Haut wie beispielsweise lichtbedingte Hautschäden wie Sonnenbrand oder Hautkrebs. Demnach ist es wichtig, sich sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung mit Sonnenschutzmitteln zu schützen. So gewinnt das Thema kosmetischer Sonnenschutz zunehmend an Bedeutung.

Bestimmte UV-Filter stehen jedoch im Verdacht, dem Ökosystem Ozean erheblichen Schaden zuzuführen. Nach neusten Untersuchungen leiden insbesondere Korallenriffe enorm unter den UV-Filtern Oxybenzon (Benzophenone-3) und Octinoxat (Ethylhexyl Methoxycinnamate). Durch das Baden, Tauchen und Schnorcheln gelangen unter anderem diese Inhaltsstoffe in das Meerwasser. Dies führt zur so genannten Korallenbleiche. Die bunten Algen, mit denen die Korallen sonst in enger Gemeinschaft leben, geben Gifte ab. Daraufhin werden die Algen von den Nesseltieren abgestoßen und das Riff verliert seine Farbe. Ohne die Algen können die Korallen aber nicht überleben, die diese ihnen Zucker als Nahrung liefern. Aufgrund dessen sterben die Korallenriffe, die sich über Jahrhunderte gebildet haben, binnen weniger Monate ab. Auch andere Meereslebewesen werden durch diese Inhaltsstoffe geschädigt, da diese sich negativ auf das Erbgut auswirken.

Wo sich besonders viele Touristen aufhalten, wie zum Beispiel auf Hawaii mit rund neun Millionen Besuchern jährlich, ist der Schaden besonders hoch. Als Reaktion und Naturschutzmaßnahme hat Hawaii als erster US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet, welches den Verkauf von Sonnenschutzmitteln mit Oxybenzon und Octinoxate verbietet. Das gesetzt tritt ab dem 01.01.2021 in Kraft.

Es ist notwendig, optimalen UV-Schutz anzubieten und gleichzeitig negative Umweltfolgen zu minimieren. Aus diesem Grund verzichten immer mehr Hersteller auf den Einsatz von Oxybenzon und Octinoxate in ihren Sonnenschutzprodukten und stellen so keine Gefahr für das Ökosystem Meer da.

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