Was steckt hinter dem Claim „wasserfester Sonnenschutz“?

Viele Kosmetikhersteller verwenden, den Term „wasserfest“ auf ihren Sonnenschutzprodukten. Das Siegel bekommen die Sonnencremes, die nach 2 x 20 Minuten im Wasser noch mindestens 50% ihres Lichtschutzfaktors haben. Bis zur Hälfte des Sonnenschutzes kann also verloren gehen. Durch das Abrubbeln mit dem Handtuch nach dem Baden gehen häufig nochmal 50% verloren. Jedoch erweckt die Behauptung „wasserfest“ den Anschein, dass die Wirkung des Produktes auch nach dem Kontakt mit Wasser oder nach dem Schwitzen beim Sport treiben in der Sonne vollständig erhalten bleibt. Insbesondere für die Verbraucher ist das allerdings irreführend und bietet nur eine Scheinwahrheit. Denn dass die Sonnencreme nach dem Baden noch den vollständigen Schutz bietet, ist nicht möglich. Der Schutzfaktor reduziert sich nach jedem Wasserkontakt.

Bekanntermaßen trägt der Verbraucher vom Sonnenschutzpräparat meist zu wenig auf, sodass der angegebene Lichtschutzfaktor gar nicht erst erreicht wird. Denn dieser wird nur gewährleistet, wenn pro Quadratzentimeter Haut 2 mg Sonnencreme aufgetragen werden. Alle zwei Stunden, nach Wasserkontakt oder bei starkem Schwitzen gilt es, den Sonnenschutz erneut und großzügig aufzutragen. Großzügig bedeutet, dass für den Körper ca. drei bis vier Esslöffel und für das Gesicht ca. einen Teelöffel aufgetragen werden sollten. Übersetzt heißt dies, dass eine 200-Milliliter-Tube Sonnencreme bei richtiger Anwendung fünf Tage ausreicht. Nur dadurch ist ein sicheres Sonnen gewährleistet.

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