Nachgefragt: Macht Lippenpflege süchtig?

Nein, unsere Haut kann von Lippenpflege nicht süchtig werden. Ob es eine Sucht gibt, bei der wir den Zwang verspüren uns ein Produkt ständig auf die Lippen aufzutragen, ist eine andere Frage. Aus hautphysiologischer Perspektive passiert aber bei einigen Pflegeprodukten folgendes: Einige kosmetische Wirkstoffe erzeugen auf der Lippenhaut einen okklusiven Film. Dieser schließt die Haut hermetisch ab und lässt sie „nicht atmen“. Das heißt, Feuchtigkeit kann nicht verdunsten, die Lippenhaut quillt auf und es entsteht ein Barriereschaden. Hier beginnt dann auch der Teufelskreis des ständigen Lippeneincremens. Denn wenn die Lippen durch bestimmte Stoffe eher trockener werden, verspüren wir auch häufiger das Bedürfnis, unsere Lippen einzucremen.

Statt der klassischen Lippenpflege wie Sticks oder Roller, eignen sich aber besonders Augencremes zur Pflege der Lippen, ohne sie zu belasten. Sie zeichnen sich durch ihre besonders verträgliche Formulierung und pflegende Ölanteile aus. Denn ähnlich wie Haut um die Augen ist auch unsere Lippenhaut besonders dünn und empfindlicher als restliche Haut im Gesicht.

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