Nachgefragt: Trocknet Kalk die Haut aus?

Was ist Kalk und wie entsteht er?

Die Härte des Wassers ist abhängig von seinem Gehalt an Calcium- und Magnesium-Ionen. Kalk entsteht, wenn sich Calcium und Magnesium mit dem im Wasser gelösten Kohlendioxid verbinden. Je nach Region ist das unterschiedlich hart.

Welchen Einfluss hat die Wasserhärte auf die Haut?

Hartes Wasser macht nicht nur Haushaltsgeräten zu schaffen. Kalkrückstände können die Haut belasten. Verbleiben die Mineralrückstände auf der Haut, können sie diese austrocknen, zu Irritationen führen und Ekzeme begünstigen. Häufiger Kontakt mit sehr kalkhaltigem Wasser erhöht außerdem den transepidermalen Wasserverlust. Englischsprachige Forschungsergebnisse* bestätigen dies und zeigen, dass es in Regionen mit sehr hartem, kalkhaltigen Wasser häufiger zu Ekzemen und trockener Haut kommt. Damit sei kalkhaltiges Wasser, neben Chlor im Wasser, ein Risikofaktor für Neurodermitis im Kindesalter, so die Forscher. Die Mineralien und der Kalk können außerdem die Poren verstopfen und Hautunreinheiten begünstigen. Bei kalkhaltigem Wasser ist außerdem bei der Gesichtsreinigung und dem Haarewaschen eine größere Produktmenge erforderlich.

Was kann ich dagegen tun?

Ein zusätzlicher Schritt in der Reinigungsroutine sorgt dafür, dass vor allem bei der Gesichtsreinigung Kalk keine Probleme mehr bereitet. Bei unserer alltäglichen Gesichtsreinigung nehmen wir die Reinigungsprodukte meist mit Wasser runter, daher verbleiben die Kalkrückstände auf der Haut. Ein Gesichtswasser, das nach der Basisreinigung angewendet wird, entfernt Kalk, Rückstände des Reinigungsproduktes und Make-up-Reste. Gleichzeitig bieten viele Gesichtswasser den Vorteil, dass sie den pH-Wert der Haut stabilisieren und so den Säureschutzmantel stärken. Einfach das Gesichtswasser nach der Reinigung auf ein Wattepad geben und über das Gesicht streichen. Nun ist die Haut frei von Kalk und ideal für die nachfolgende Pflege vorbereitet.

Ein kleiner Spartipp: Wer ein Gesichtswasser verwendet, benötigt weniger von der nachfolgenden Pflege, denn durch Wirkstoffe wie Glycerin, Allantoin oder Bisabolol wird die Haut bereits mit Feuchtigkeit versorgt und beruhigt.

 

*Perkin, Michael R., et al. „Association between domestic water hardness, chlorine, and atopic dermatitis risk in early life: a population-based cross-sectional study.“ Journal of Allergy and Clinical Immunology 138.2 (2016): 509-516.

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