Das After-Sun-Einmaleins

Braucht die Haut nach der Sonne spezielle Pflege?

Ja, eine After-Sun Pflegeroutine ist sinnvoll. Denn auch in einer gut geschützten Haut hinterlassen die UV-Strahlen ihre Spuren. Bei der Pflege sollte allerdings zwischen der normalen Pflege der Haut nach dem Sonnenbaden und der Versorgung eines akuten Sonnenbrandes, der teils auch mit Schmerzmitteln versorgt wird, unterschieden werden. Neben UV-Strahlen können auch Salz- und Chlorwasser, wenn wir uns zu lange darin aufhalten, zum Aufquellen der Hornschicht führen. Wenn wir schwimmen gehen werden wertvolle Lipide ausgewaschen und die Haut verliert an Feuchtigkeit.

Wie sieht das ideale After-Sun-Produkt aus?

Ob das Produkt nun als After-Sun deklariert wird oder nicht, ist eigentlich egal. Es kommt wie so oft auf die Inhaltsstoffe an und da ist ein genauer Blick auf die INCI (Inhaltsstoff-Liste) sinnvoll. Vorteilhaft sind Produkte, die parfümfrei oder hautfreundlich parfümiert sind, Finger weg von deklarationspflichtigen Duftstoffen. Die ohnehin gereizte Haut kann auf Parfümstoffe noch viel empfindlicher reagieren und es kann zu allergischen Reaktionen kommen. Das ideale After-Sun-Produkt ist eine Formulierung auf Wasserbasis. Ölprodukte führen dazu, dass sich die Haut nicht beruhigen kann, denn unter den Lipiden kommt es zu einem Wärmestau. Leichte Lotionen, Gelcremes oder Gelmasken sind daher ideal für die sonnengetresste Haut. Sie ziehen schnell ein und lassen sich ohne große Mühe gut auf der Haut verteilen. Die Verdunstungskälte der wasserhaltigen Produkte sorgt außerdem für einen kühlenden Effekt.

Welche Wirkstoffe eignen sich?

Spezielle Studien für After-Sun wirksame kosmetische Inhaltsstoffe gibt es nur wenige. Vorteilhaft sind feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie Glycerin, Hyaluronsäure und Sorbitol. Sie füllen die Feuchtigkeitsdepots in der Haut wieder auf und wirken dem Feuchtigkeitsverlust entgegen. Der Fokus liegt außerdem auf antioxidativ wirkenden Stoffen wie Carotinoide, Q10 oder Vitamin C. Die entstandenen freien Radikale und der oxidative Stress in der Haut wird ausbalanciert, Zellschäden können so minimiert werden. UV-Strahlen brauchen außerdem den Vitamin C-Gehalt in der Haut auf. Hier kann mit Hilfe entsprechender Pflege gegengesteuert werden. Antioxidantien wirken gleichzeitig der Entstehung von Falten präventiv entgegen, mindern Rötungen und regulieren die Entzündungsneigung der Haut. Sanddorn-Fruchtöl hat außerdem eine barrierestärkende Wirkung.

Sommerwirkstoff Aloe vera

Ein großer Sommerliebling ist Aloe Vera. Vor allem in Gelcremes und leichten Masken überzeugt die Powerpflanze mit seiner beruhigenden und anti-entzündlichen Wirkung. Aloe Vera, die von den Ägyptern als Pflanze der Unsterblichen bezeichnet wird, ist reich an Vitaminen, Aminosäuren, Mineralien und Zuckern. Sie unterstützt die Widerherstellung und Zellerneuerung der Epidermis und reduziert die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe. Die verschiedenen Zucker erhöhen das Feuchtigkeitsbindevermögen in der Haut, gleichzeitig stärkt Aloe Vera die Zellaktivität in der mittleren Hautschicht und sorgt so für mehr Elastizität.

Die Sonnenpflege-Routine

Bevor die Haut nach dem Sonnen ausreichend gepflegt wird, sollten wir duschen oder die Hautstellen reinigen, um Überreste von Sonnenschutzprodukten, Salz- oder Chlorwasser zu entfernen. Die Haut sollte im Anschluss sehr sanft abgetrocknet werden, starkes Reiben oder Rubbeln besser vermieden werden. Im Anschluss kann eine kühlende Gelmaske, z.B. mit Aloe Vera, auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden, 10 – 15 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmen Wasser abnehmen. Eine Körperlotion und Gesichtspflege schließt die Sommerroutine ab. Diese können bei Bedarf auch mehrmals täglich aufgetragen werden. Achtet auch auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr von innen. Bei einem Sonnenbrand heißt es in den nächsten Tagen konsequent: Betonschatten und zusätzlicher textiler Sonnenschutz, wobei das einfache weiße T-Shirt sicher nicht ausreichend ist.

 

 

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