Nachgefragt: Wie trage ich Sonnencreme richtig auf?

Erst die Sonnencreme, dann die reichhaltige Pflege!

Um gut geschützt durch die sonnenreiche Jahreszeit zu kommen, ist bei der Sommerpflegeroutine so einiges zu beachten. Die richtige Reihenfolge, in der die einzelnen Pflegeprodukte aufgetragen werden, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Damit die in der Sonnencreme enthaltenen Filtersubstanzen wirken können, müssen sie teils in die obere Hautschicht, die Hornschicht, eindringen. Fetthaltige Cremes oder reichhaltige Seren behindert die Wirkung der Filter, denn sie bilden eine ölige Schicht auf der Haut.

Um die Pflegewirkung des Sonnenschutzes für das Gesicht zu intensivieren, können fettfreie/fettarme Konzentrate oder Seren unter die Sonnencreme aufgetragen werden. Sie bilden im Gegensatz zu lipidhaltigen Cremes keine schwer zu durchdringende Barriere und können daher bedenkenlos die Sommerpflege ergänzen. So lässt sich die Sommerpflege individuell an den Hautzustand anpassen. Besonders Antioxidantien sind im Sommer zielführend, denn sie reparieren die durch UV-Strahlen entstandenen Zellschäden. So beugen sie Hautalterungs- und Entzündungsprozessen vor. Zusätzlich ist etwas Geduld gefragt: Die Sonnencreme sollte, wenn sie chemische Filtersubstanzen enthält, immer 20-30 Minuten vor der tatsächlichen Sonnenexposition aufgetragen werden. Nur so können die UV-Filter ihre schützende Wirkung erzielen. Wer nach dem Sonnenschutzprodukt noch extra Pflege benötigt, trägt diese einfach über den UV-Schutz.

Sonnencreme immer reichhaltig auftragen!

Mit der normalen Pflegecreme sind wir oft sparsam, um lange etwas vom Produkt zu haben. Gleichzeitig sind viele Produkte aber auch so reichhaltig, dass man wirklich nur einen Pumphub oder eine Messerspitze benötigt. Wer aber auch bei Sonnencremes ein Sparfuchs ist, riskiert einen Sonnenbrand und Langzeitschäden der Haut! Denn um die auf der Verpackung der Creme angegebene Schutzwirkung (Lichtschutzfaktor = LSF) des Sonnenschutzproduktes zu erzielen, muss ausreichend Produkt auf die Haut aufgetragen werden. Um genau zu sein, sind es 2 mg pro Quadratzentimeter Haut. Erst mit dieser Menge ist der angegebene Lichtschutzfaktor gewährleistet. Hochgerechnet auf den gesamten Körper bedeutet es, dass wir 40g Sonnencreme für den gesamten Körper benötigen.

Als Faustregel gilt: einen Teelöffel für das Gesicht, 2-3 Esslöffel für den Körper. Wer den Selbsttest macht, wird feststellen, was ein großer Unterschied das zu der normal angewendeten Menge Gesichtspflege ist. Wer also zu sparsam beispielsweise die Sonnencreme mit LSF 50 aufträgt, erhält nur einen unzureichenden UV-Schutz und ist damit nicht ausreichend vor den schädlichen Wirkungen der UV-Strahlen geschützt.

Es gilt also: nicht kleckern, sondern klotzen!!!

 

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