Reibeisenhaut – das muss nicht sein!

Keratosis Pilaris, Lichen pilaris oder Follikelkeratose, die umgangssprachlich als Reibeisenhaut bezeichnet wird, hat viele Namen und ist keine Seltenheit. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Namen?

„Gänsehaut“?

Bei der sogenannten Reibeisenhaut handelt es sich um eine Verhornungsstörung im Haarfollikel. Diese erinnert optisch mit ihren stecknadelkopfgroßen, leicht geröteten oder weißlichen Erhabenheiten an „Gänsehaut“. Zurückzuführen ist die Reibeisenhaut jedoch auf Keratinablagerungen im Haarfollikel. Keratin ist ein Eiweiß, welches der Haut und dem umliegenden Gewebe Stabilität verleiht. Es bildet die Grundsubstanz unserer Haare und Nägel. Durch eine Keratin-Überproduktion kommt es zu einer Verstopfung des Haarfollikels. Die umliegende Haut verdickt sich und schließt den entstanden Hornpfropf ein.

Vor allem die Oberarme, die Außenseite der Oberschenkel und das Gesäß leiden unter der Verhornungsstörung. Auch das Gesicht und der Halsbereich, sowie alle anderen Hautareale können ebenfalls betroffen sein. Ausnahme bilden die Handinnenflächen und Fußsohlen. Die Hälfte aller Kinder und Jugendliche leiden unter dieser Verhornungsstörung. Mädchen sind dabei häufiger betroffen als Jungen. Mit zunehmendem Lebensalter ist häufig eine Verbesserung des Hautzustandes zu beobachten.

Auf Ursachenforschung

Die genaue Ursache ist nicht abschließend bekannt. Eine genetische Veranlagung trägt aber voraussichtlich zur Entstehung bei, da eine familiäre Häufigkeit, insbesondere bei Zwillingen, beobachtet wird. Begünstigt wird die Entstehung durch äußere und innere Faktoren. Trockene Haut begünstigt die Entstehung der Verhornungsstörung. Vor allem im Winter kann sich die die Reibeisenhaut daher verschlechtern.

In den Sommermonaten kann man dagegen häufig eine deutliche Verbesserung des Hautzustandes feststellen. Die Verbesserung lässt sich auf eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung zurückführen. Die Reibeisenhaut kann außerdem eine Begleiterscheinung bei Neurodermitis sein. Betroffene leiden häufig an einem stark beeinträchtigten Körpergefühl. Sie fühlen sich auf Grund der optischen Veränderung sehr unwohl – das muss nicht sein!

Am Ball bleiben!

Um aktiv den Hautzustand der betroffenen Areale zu verbessern, sind regelmäßige Hautpflegerituale unabdingbar. Nur wer kontinuierlich am Ball bleibt, kann sich über eine schöne und gepflegte Haut freuen. Eine ideale Hautpflege bei Keratosis pilaris beinhaltet Produkte mit hornlösenden, feuchtigkeitspendenden und rückfettenden Eigenschaften.

Die Pflegeroutine

Für die Reinigung der betroffenen Areale ist ein aktivierender Reinigungsschaum mit keratolytischen Inhaltstoffen empfehlenswert. Der Reinigungsschaum bereitet die Haut ideal auf nachfolgende Hautpflegeprodukte vor. Im Anschluss an die Reinigung bietet die Pflege mit einer Fruchtsäurelotion an. Fruchtsäuren lösen die Verhornung und glätten die Hautoberfläche. So können sie möglichen Entzündungen vorbeugen. Feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen mit 10%  Fruchtsäure sind ideal für die tägliche Hautpflege der rauen Areale und sorgen für ein angenehm glattes Hautgefühl. Zusätzlich können milde mechanische Peelings helfen, um die Verhornungen zu lösen. Die Peelings ergänzen 1-2 mal in der Woche die normale Pflegeroutine.

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