Wen juckt´s? 8 nützliche Tipps gegen Juckreiz!

Was ist Juckreiz?

Juckreiz oder auch Pruritus ist neben Schmerzen die häufigste subjektive Missempfindung. Pruritus wird beschrieben als eine durch einen Reiz ausgelöste Juckempfindung. Diese löst im Anschluss eine Abwehrreaktion, wie Kratzen, Drücken oder Kneifen aus. Die Hautbarriere wird geschädigt und kann ihre Schutzfunktion nicht aufrechterhalten. Entzündungen können hervorgerufen werden, die wiederum den Pruritus begünstigen – ein Teufelskreis beginnt. Über sechs Wochen bestehender Juckreiz wird als chronischer Pruritus bezeichnet. Dies kann häufig zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Schlafmangel und psychische Störungen sind nicht selten die Folge.

Wie entsteht Juckreiz?

Die genauen Hintergründe, die zur Entstehung von Pruritus führen, sind bisher nicht vollständig erforscht. Es wird vermutet, dass

  • Pruritus eine eigene Sinneswahrnehmung ist und nicht, wie angenommen, eine abgeschwächte Form des Schmerzes,
  • Juckreiz von freien Nervenendigungen weitergeleitet wird. Diese können auf mechanische, chemische und thermische Reize reagieren.

Pruritus ist häufig auch eine Folge von trockener, irritierter Haut und einer Barrierestörung. Die Experten vermuten feine Mikrorisse in der Haut. Diese führen dazu, dass die freien Nervenendigungen der Luft ausgesetzt sind. Dies erhöht ihre Empfindlichkeit und Leitfähigkeit. Pruritus kann auch als Folge unterschiedlicher Erkrankungen auftreten, z.B. Neurodermitis oder Psoriasis (Schuppenflechte). Aber auch innere Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie Schilddrüsenerkrankungen, können juckende Haut begünstigen. Ebenso können einige Medikamente für diese Hautmissempfindung verantwortlich sein.

Was tun gegen Juckreiz? Den Teufelskreis durchbrechen!

  1. Tragt Kleidung aus natürlichen Materialien, auch die Bettwäsche sollte aus Baumwolle sein.
  2. Das Schlafzimmer sollte angenehm kühl temperiert sein, denn Schweiß und Wärme können juckende Haut noch fördern.
  3. Kurzes, lauwarmes Duschen, anstelle von langen, heißen Vollbädern, ist für die Haut besser verträglich.
  4. Seifenfreie Waschlotionen mit rückfettenden und beruhigenden Wirkstoffen pflegen bereits während bei der Reinigung/Dusche.
  5. Eine Hautpflegeroutine beugt Pruritus vor. Zur Basispflege eignen sich rückfettende und barrierestärkende Cremes, die den Säureschutzmantel unterstützen und Trockenheit vorbeugen.
  6. Als SOS-Hilfe bei Juckreiz: Lotionen mit Polidocanol und Menthol haben einen kühlenden Soforteffekt und können den Reiz über mehrere Stunden mindern.
  7. Entspannungsübungen, wie Yoga, können von der juckenden Haut ablenken und sorgen für ein inneres Wohlbefinden.
  8. Verzichtet, so weit es geht, auf sehr heiße und scharf gewürzte Speisen.

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