Aufgeweckt! Schöne Haut im Schlaf

Redewendungen wie „sich gesund schlafen“ und „seinen Schönheitsschlaf halten“ kennen wir alle. Jeder Mensch verbringt in seinem Leben etwa 30% schlafend und bereits eine Stunde weniger Schlaf als das persönliche Optimum zeichnet sich in Abgeschlagenheit, geringerer Konzentrationsfähigkeit und einem angeschlagenen Immunsystem ab. Dabei ist es individuell sehr unterschiedlich, wie viel Schlaf jeder von uns benötigt, um fit und gesund zu sein. Dass man unbedingt nachts schlafen sollte, um erholt zu sein, ist ein Irrtum. Wichtig ist nur, dass der persönliche Schlaf-Wach-Rhythmus eingehalten wird.

Die Aussage „du siehst müde aus“ stimmt also tatsächlich! Aber welche Folgen hat Schlafmangel für unsere Haut und können wir uns tatsächlich „schön schlafen“? Welche Mechanismen und Prozesse finden während des Schlafens in unserem Körper und in unserer Haut statt?

Schlafforschung

Forschungen eines schwedischen Schlaflabors zeigen, dass Menschen, die unter Schlafmangel leiden, weniger gesund, attraktiv und deutlich müder aussehen als Personen, die regelmäßig und ausreichend schlafen. Wer dauerhaft zu wenig schläft, riskiert also früher oder später krank zu werden. Denn während der Ruhephasen arbeitet unser Immunsystem auf Hochtouren und wehrt sich gegen Krankheitserreger, Infektionen und Bakterien. Dass der Begriff „Schönheitsschlaf“ tatsächlich Hand und Fuß hat, wird deutlich, wenn man sich den Hormonhaushalt während des Schlafens anschaut. Denn während der Ruhephasen schüttet der Körper ein Hormon aus, das die Reparatur und Regeneration der Haut unterstützt. Alle Einflüsse, die während unseres Alltags negativ auf die Haut einwirken, wie Umweltbelastungen, Stress, Make-up und UV-Strahlen, werden während des Schlafs verarbeitet und die Auswirkungen repariert.  Auch das Schlafhormon Melatonin hat eine Anti-Aging-Wirkung, fungiert als stärkster Radikalfänger im Körper und beugt so oxidativem Stress und vorzeitiger Hautalterung vor.

Die richtige Nachtpflege

Die Reparaturfunktion ist, wie viele Mechanismen im Körper, aber nur begrenzt funktionsfähig und bei dauerhafter Schädigung der Haut überfordert. Damit sich die Haut aber ausreichend regenerieren kann und ihr am Morgen tatsächlich frisch aufwacht, ist neben dem regelmäßigen Schlaf auch eine hauttypspezifische Nachtpflege wichtig, die die Bedürfnisse der Haut erfüllt und sie bei ihrer Regeneration unterstützt. Den Grundstein bildet hier, das ist klar, die Reinigung der Haut. Mit ihr wäscht man sich „den Tag“ vom Gesicht, die Haut wird von Staub, Umwelteinflüssen sowie Make-up befreit. Danach darf es zur Nacht meist „etwas mehr sein“. Nachtpflegen sind tendenziell reichhaltiger an Lipiden als ihr Pendant für den Tag. Auch Alpha-Hydroxy-Säuren eignen als Haut-Wachmacher über Nacht, denn sie regen die Zellneubildung an und lassen uns am Morgen strahlen und frisch aussehen.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

 

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