Wasch mich, aber mach mich nicht nass – Reinigung, aber „Haut-freundlich“!

Wasser ist für unser tägliches Leben unverzichtbar. So viel steht fest. Beim Kochen, Waschen und bei der täglichen Dusche können wir zwar unseren Verbrauch einschränken, aber wohl nicht vollständig drauf verzichten. Wasser vermittelt uns dabei immer ein Gefühl von Reinheit und Sauberkeit. So ist es zu mindestens in unseren Köpfen fest verankert. Aber der Verzicht auf Wasser ist bei der Reinigung als Teil unserer Gesichtsreinigungsroutine tatsächlich möglich. Interessant: Wir tun der Haut, besonders wenn sie zu Trockenheit und Irritationen neigt, damit etwas Gutes.

Das Händewaschen mit Wasser und Seife, wie wir es täglich unzählige Male tun, ist unverzichtbar. So beseitigen wir Bakterien und Krankheitserreger, die über Türgriffe, an Toiletten oder im Bus lauern.

Belastung für die Haut

Tatsächlich ist jeder Waschgang aber eine ganz schöne Belastungsprobe für die Barriere der Haut. Und diese erholt sich nur sehr langsam. Etwa 2 Stunden braucht die Haut, um den schützenden Säureschutzmantel, der mit Wasser und Seife abgewaschen wurde, wieder herzustellen. Besonders gefährdet sind Personengruppen, die dauerhaften Kontakt mit Wasser oder Reinigern haben. Die Haut findet so kaum Regenerationsphasen, um den Säureschutzmantel wieder herzustellen. Trockenheit, Risse und auch Handekzeme können die Folge sein.

Der Name „Säureschutzmantel“ steht für seine Funktion: Ein saurer Schutzmantel aus Schweiß und Talg, der die Haut unter anderem vor Austrocknung und krankmachenden Mikroorganismen schützt.

Wasserfrei zur gesunden Haut

Wer seine Hautreinigungsroutine nun von unnötigem Wasser befreien will, kann wie folgt vorgehen: Eine nahezu wasserfreie Reinigung ist für die tägliche Gesichtsreinigung mit vielen Produkten möglich. Hierzu kann beispielsweise eine Reinigungsmilch oder ein milder Reinigungsschaum trocken auf das Gesicht aufgetragen und in leicht massierenden Bewegungen verteilt werden. In den waschaktiven Substanzen lösen sich nun Fettbestandteile aus Make-up, überschüssiger Talg und all das, was sich im Verlauf des Tages oder Nacht auf eurem Gesicht so angesammelt hat. Dieser Stepp bietet einen entscheidenden Vorteil, denn mit dem Verzicht auf Wasser werden keine hauteigenen Lipide mehr ausgewaschen, gleichzeitig haben leicht rückfettende oder feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe aus dem Reinigungsprodukt eine pflegende Wirkung. Im zweiten Schritt wird das Reinigungsprodukt nun mit einem Gesichtswasser von der Haut genommen. Das Tonic einfach auf ein Wattepad auftragen und damit über das Gesicht streichen. Hat das Gesichtswasser selbst einen sauren pH-Wert, wirkt sich das positiv auf die Haut aus, denn es stärkt den Säureschutzmantel und hält unsere Hautoberfläche dauerhaft in einem leicht sauren Milieu. Das Gesichtswasser vermittelt dann auch noch einmal das „Wasser-Sauberkeitsgefühl“, aber eben pH-Wert optimiert und damit „Haut-freundlich“!

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