Haut-Mythen aufgedeckt – Unreine Haut

Pickel durch mangelnde Hygiene? Schokolade macht Pickel? Rund um das Thema unreine Haut kursieren so einige Mythen, die nun auf ihren Wahrheitsgrad überprüft werden.

Mythos 1: Zahnpasta hilft bei Hautunreinheiten

Wie wird man schmerzhafte Pickel und Unreinheiten so schnell wie möglich wieder los? Einige Hausmittel, wie Zahnpasta, versprechen da eine Sofortwirkung. Auf den ersten Blick scheint Zahnpasta als SOS-Pickelstopp auch wirksam zu sein. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wirken antiseptisch, sodass sich Bakterien nicht so leicht vermehren können. Auf den zweiten Blick enthält die Paste aber auch Bestandteile, die nicht für die Haut bestimmt sind und die natürliche Hautbarriere sogar schädigen können. Aromastoffe können die Haut irritieren, die Entzündung noch verstärken und sogar Allergien hervorrufen. Außerdem deckt die dicke Zahnpasta-Kruste den Pickel vollständig ab und so kann er sich nicht nach außen hin entleeren. Geeigneter als Zahnpasta sind Anti-Pickelstifte mit hautklärenden und antientzündlichen Wirkstoffen, die Unreinheiten an den Kragen gehen, ohne die Haut auszutrocknen. Durch eine Edelstahlkugel ist das Auftragen auch noch besonders hygienisch.

Mythos 2: Make-up verstopft die Poren

Bei Unreinheiten, Pickeln und Rötungen möchte man sich am liebsten verstecken. Make-up kaschiert die Rötungen und sorgt für ein ebenmäßiges Hautbild. Man fühlt sich direkt wohler in seiner Haut. Vor dem Kauf der Foundation sollte man allerdings einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Der Hinweis „nicht komedogen“ ist bei der Wahl sehr hilfreich. Damit wird ausgesagt, dass das Produkt keine Inhaltsstoffe enthält, die die Bildung von Komedonen (Mitessern) fördern.

Aber noch viel wichtiger als die Wahl des passenden Make-ups ist die regelmäßige Reinigung der Haut. Dazu im Mythos 3 mehr.

Mythos 3: Pickel durch mangelnde Hygiene

Auch dieser Mythos stimmt nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Zu häufiges Waschen mit austrocknenden Reinigern und viel Wasser greift den Säureschutzmantel und die Hautbarriere an. Im Idealfall sollte die Haut zwei Mal täglich gereinigt werden. Im ersten Schritt eignen sich dafür aktivierende Reinigungsschäume mit Fruchtsäuren oder seifenfreie Waschgele mit hautberuhigenden Inhaltsstoffen. Und da die Reinigung immer aus zwei Schritten bestehen sollte, bildet den Abschluss ein mildes, leicht desinfizierendes Gesichtswasser. Das stärkt den Säureschutzmantel, in dem der pH-Wert im leicht sauren Bereich gehalten wird.

Mythos 4: Unreine Haut – Naschen verboten

Das ist nur bedingt richtig. Sicherlich hat unsere Ernährung einen Einfluss auf das Hautbild. Fastfood, Alkohol und süße Leckereien lassen unsere Haut nicht gerade von innen strahlen. Unreinheiten, Pickel und Irritationen sind häufig die Folge. Dass gerade Süßigkeiten wie Schokolade die Haut aufblühen lassen, ist bisher nicht vollständig erforscht. Also Entwarnung an der Schoki-Front! Was zählt, ist das persönliche Empfinden, eine ausgeglichene Ernährung tut dem ganzen Körper gut. Bei Milch und Milchprodukten gibt es aber tatsächliche Beweise dafür, dass übermäßiger Konsum ein insulinähnliches Hormon im Körper ansteigen lässt, das in der Pubertät ohnehin schon vermehrt produziert wird. Die Folge: eine schlechtere Haut mit mehr Unreinheiten.

Mythos 5: Sonne hilft bei unreiner Haut

Jaein! UV-Strahlen haben eine leicht antibakterielle Wirkung und sorgen kurzfristig dafür, dass die Haut reiner aussieht. Hauptsächlich erhöhen die UV-Strahlen aber die Zellteilungsrate in der Epidermis, sodass die Haut stärker verhornt. Eine Verhornungsstörung ist allerdings auch eine der Ursachen der Akne, da zu viel Horn verhindert, dass der Talg richtig abfließen kann. Das Ergebnis exzessiven Sonnenbadens sorgt also eher für eine Verschlechterung der Haut, denn wieder bildet sich der unerwünschte Stopfen, der die Pore verschließt. Da beißt sich die Katze tatsächlich in den Schwanz.

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